Die Kirche La Merced Guardiana von der Geschichte

Die beste erhaltene Kirche von Casco Antiguo der Stadt Panama ist La Merced, Stein auf Stein wurde ihre Fassade 1680 zu ihrem aktuellen Platz gebracht. Eine Zeitlang wurden die Arbeiten ausgesetzt, um Baumaterial für die Mauer der neuen Stadt abzutreten, die vor neuen Attacken des Piraten schützen sollte. In diesem Gotteshaus ist das einzige Kirchenmuseum der Stadt.

La Merced ist seit 1956 ein Nationaldenkmal und behütet in seinen Mauern die Erinnerung an die tote Stadt. Seinen Mauern wurden am 28. Dezember 1530 von den zukünftigen Eroberern Perus fertiggestellt und die historische Predigt von den Lippen des Presbyterianers Juan de Vargas über die Eroberung des großartigen Reiches von Atahualpa gehalten.

Die Fassade der Kirche ist nach wie vor mit den Originalsteinen im Barockstil erhalten. Sie befindet sich in der Avenida Central sehr nah an der Puerta de Tierra (Erdtor) dem Hauptzugang zur Stadt. Die Vorderfront und der kleine Platz von La Merced waren buchstäblich die Rezeption der alten Mauer. In Übereinstimmung mit dem gewohnten Schema von Panamá Viejo mit drei sehr hohen Schiffen und einem Dachwerk gebaut, getragen von Längssäulen aus Holz hat es eine Mulde im Mudejarstil, die bis zur Kolonialzeit zurückdatiert. Sie hat zwei Türme beide mit Kuppeln versehen.

Der Vorderplatz ist flankiert von zwei kleinen Kapellen, eine bestimmt für die Verehrung der Jungfrau von La Merced. In der Kapelle ist eine Malerei erhalten, die eine der vier ältesten Gemälde des Landes darstellt. Ein Bild aus Europa stammend und die Jungfrau von La Merced darstellend, datiert auf das Jahr 1600 Es wurde bald nach der Plünderung 1671 von einem Verehrer gerettet und von dem Konvent aus Panama Viejo hierher gebracht. Die andere Kapelle ist heute das Mausoleum der Familie Pérez Arosemena.

Der Innenraum des Tempels wurde umgebaut und der Hauptaltar wurde nach einem Feuer 1963 renoviert. Betont wird ein Abbild der Jungfrau La Merced, das als ein Geschenk von Carlos V. 1722 von Spanien hierher gebracht worden war. Die Originalsäulen sind aus Mistelholz und werden im Moment restauriert. Die Kirche beherbergt eine Reliquie von San Pancracio, Teil von dem Fußknöchel des Heiligen, sowie auch ein Bild der Jungfrau von Caridad del Cobre, Schutzheilige von Kuba.

In der Sakristei der Kirche befindet sich ein Museum mit Sammlungen von Bildern, Gemälden aus der Kolonialzeit, Goldschmiedearbeit, Silberarbeiten und historisch wichtige religiöse Dokumente von Panama: die Akte der Einweihung der Catedral Metropolitana von Neu Panamá aus dem Jahre 1796, sowie Geburtsscheine, Taufschein, Heiratsurkunden und Totenscheine von Personen dieser Epoche, zwischen denen so bedeutende Unterlagen anzutreffen sind wie die Taufbescheinigung von General Tomás Herrara, die Heiratsurkunde und der Totenschein des ersten Präsidenten der Republik Manuel Amador Guerrero und die Heiratsurkunde des Poeten Ricardo Miró. Auch kann man Objekte finden, die dem Klerus gehören, und unter denen der silberne Bischofstab bemerkenswert ist, der dem Bruder José Higinio Durán und Martel gehörte, der 1821 als Repräsentant der Kirche die Unabhängigkeitserklärung von Spanien unterschrieben hatte.

Eine Kopie der Verfassung der Republik Panama aus dem Jahre 1904 ruht im Museum La Merced, wie auch eine interessante Chronik, geschrieben von dem panamaischen Unternehmer Camilo Quelquejeu Araúz über die Ereignisse der Schlacht der Brücke von Calidonia am 19. und 26. Juli 1900.

Das Kirchenmuseum ist geöffnet montags bis sonntags von 9 Uhr um morgens bis 16 Uhr nachmittags, samstags und sonntags nach Voranmeldung, wofür man unter folgender Nummer anrufen sollte (+507) 262-2911 oder eine E-Mail schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .